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DHZ Interview ​mit Günther Ducke​
Friseure dürfen wieder arbeiten

Friseure dürfen wieder arbeiten Aufgrund der seit dem 15. Februar geltenden Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg konnten Friseurbetriebe, aber auch Barbershops, die nach der Handwerksordnung Friseurdienstleistungen erbringen und in die Handwerksrolle eingetragen sind, am 1. März ihre Arbeit – unter strengen Hygieneauflagen – wiederaufnehmen. Gleichzeitig fiel Mitte Februar der aus Sicht des Handwerks längst überfällige Startschuss für die Beantragung der Überbrückungshilfe III.

Der Öffnungs-Beschluss nach zweieinhalb Monaten war ein richtiger und wichtiger Schritt für dieses schwer gebeutelte Handwerk. Im Vorfeld hatte die Handwerkskammer Freiburg die Gelegenheit genutzt, die Notlage der geschlossenen Handwerksgewerke unter anderem in einem Online-Gespräch mit Finanzminister Olaf Scholz zu erörtert und sich für eine schnellstmögliche Öffnung stark gemacht.

Aus der Freiburger Friseur Innung war zu hören, dass „die Innungsbetriebe glücklich sind, ihre Kundschaft wieder betreuen zu dürfen und nach dieser langen Durststrecke auch endlich wieder Geld verdienen.“ Die in der Zeit der Schließungen boomende Schwarzarbeit habe der Branche zusätzlich Sorgen bereitet, schildert Obermeisterin Sabine Becker. Sie schätzt die Situation für die Betriebe insgesamt als sehr ernst ein. „Die Schließung hat unserem Handwerk schwer zugesetzt. Geschäfte mussten nicht zuletzt auch aufgrund der langen Wartezeit auf die Überbrückungshilfe III bereits schließen.“ Einige hätten ihr Erspartes oder sogar ihre Altersvorsorge in Anspruch nehmen müssen, und nun hätten aufgrund der Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr „viele Angst vor einem dritten Lockdown“. Auch wenn sie für sich persönlich feststellen konnte, dass bereits wenige Tage nach Antragstellung eine erste Auszahlung der Überbrückungshilfe erfolgte, „hätte eine Auszahlung bereits im Januar vielen Kollegen, die vor dem Aus standen, noch helfen können.“ Sehr ärgerlich sei allerdings die Tatsache, dass der Unternehmerlohn bei der Überbrückungshilfe III nicht berücksichtigt werde. „Wir müssen ja auch leben. Ich hoffe, dass hier noch nachgebessert wird.“

Die DHZ sprach auch mit Günther Ducke, Inhaber von Max Lui Frisuren in Freiburg

Das Unternehmen wurde mit dem NOBIS-Arbeitsschutzpreis 2020 für sein innovatives Ausstattungskonzept ausgezeichnet. Die Würdigung dieses Preises war eine hervorragende Gelegenheit, einen von strengen Hygienevorschriften bis hin zu monatelanger Geschäftsschließung betroffenen Unternehmer über seine Erfahrungen berichten zu lassen.

DHZ: Herr Ducke, welche Auswirkungen hatte die erneute Schließung Ihres Geschäftes und die damit verbundenen Umsatzeinbußen über einen so langen Zeitraum?

Günther Ducke: Ich musste viel bürokratischen Aufwand betreiben, um an entsprechende Hilfen zu kommen. Die entsprechen natürlich längst nicht dem, was ich über meinen regulären Betrieb eingenommen hätte. Ich kann mir gut vorstellen, wie schwer es ist, eine Pandemie solchen Ausmaßes zu bekämpfen, aber das Friseurhandwerk hat seinen Ursprung in der Heiltradition der Bader. Das drückt sich auch darin aus, dass wir der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege angeschlossen sind. Von daher ist es mir unerklärlich, dass Friseurbetriebe, die in die Handwerksrolle eingetragen sind und sich schon seit Beginn der Corona-Pandemie an das vorgeschriebene Hygienekonzept zur Infektionsverhütung halten, erneut geschlossen wurden. Haar- und Kopfhautpflege gehören zur Körperhygiene des Menschen, wirken also gesundheitlich präventiv: Ob es etwa um das Erkennen von Hauterkrankungen geht oder die psychische Komponente des Selbstwertgefühls von Menschen, jungen wie alten.

DHZ: Sie wurden mit dem 3. Platz des NOBIS-Preises für ihre innovative Ausstattung – z.B. eine Haarwaschmaschine, ein elastischer Boden - ausgezeichnet. Was hat sie bewogen, sich trotz der schwierigen Zeiten an dem Wettbewerb zu beteiligen?

Ducke: Als ich die Ausschreibung las, wusste ich sofort, dass ich meinen Betrieb und sein Konzept vorstellen wollte. Es entspricht genau den gewünschten Kriterien Innovation, Arbeitsschutz und Hygiene. Ich hatte gehofft, dass das von der Jury genauso gesehen wird. Ich bin hocherfreut über diesen Preis, der meine Arbeit aufs Schönste würdigt.

Ich komme aus einer Friseurfamilie, die dieses Handwerk seit 1955 mit Liebe und Leidenschaft ausübt und in der immer auch meine Kreativität gefördert wurde. Das kam mir insbesondere bei der Gründung meines eigenen Unternehmens zugute, auf der Suche nach kreativen Lösungen für eine zukunftsfähige Gestaltung, zu der für mich in erster Linie Mitarbeiterzufriedenheit und ökologisch-nachhaltiges Handeln gehören. Mit der Entscheidung, eine Haarwaschmaschine anzuschaffen, sind beide Kriterien erfüllt worden: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben weniger Kontakt zum Wasser, was einem besserem Hautschutz Rechnung trägt. Die Maschine ist zudem optimal eingestellt: Der Wasserverbrauch ist niedriger als bei der herkömmlichen Handwäsche und es wird die optimale Menge an Shampoo und Pflege gewählt. Außerdem arbeiten wir mit Naturprodukten, die das Grundwasser nicht belasten.

Die Haarwaschmaschine ist allerdings nur ein Bestandteil des Gesamtkonzepts: Wichtig ist auch, dass wir inzwischen den Stromverbrauch mehr als halbiert haben und durch den Einbau einer gefederten Fußbodenkonstruktion Rücken und Gelenke aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schonen.

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Neuigkeiten zum reopening

Neuigkeiten zum reopening

Hygiene zahlt sich doch aus

wir sind froh

das wir euch ab dem 1.3.21

wieder bei Max Lui Frisuren

begrüßen

dürfen.

Danke für eure Geduld

Termine unter 

https://www.ml-frisuren.de/?appId=MAXLUIFREIBURG

oder 

+49 174 8299907

Herzliche Grüße

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NOBIS-Arbeitsschutzpreis BADEN-WÜRTTEMBERG 2020

Preiskrönung für MaxLui Frisuren für innovative und kreative Maßnahmen für Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz. Strahlende Neuigkeiten aus der Moltkestrasse: wir sind ausgezeichnet! Beim erstmals verliehenen „NOBIS“-Arbeitsschutzpreis Baden-Württemberg 2020 wurde Max Lui Verleihung am 15. Januar 2021 der 3. Preis verliehen.

Der Laudator Erhard Weiß, Präventionsleiter der Berufsgenossenschaft Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege in Karlsruhe lobte, der Betrieb sei ein “inspirierendes Beispiel“ für soliden und innovativen Arbeits- und Gesundheitsschutz.

Dem Freiburger Friseur Ducke ist die Gesundheit und Sicherheit seiner Mitarbeiter am Arbeitsplatz ein echtes Anliegen. Er ist überzeugt davon, dass sich seine Investitionen diesbezüglich auszahlen: „Je besser die Bedingungen am Arbeitsplatz sind, desto mehr macht es den Leuten auch Spaß, zu arbeiten. Das kommt wiederum auch den Kunden zugute“.

Genau so ist es: gut beraten, verschönt und vielleicht um eine neue Erfahrung in Sachen Haarwäsche reicher verlässt man beschwingt den Friseursalon, schon in Vorfreude auf den nächsten Termin.

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